Auf Safari mit Diabetes

Auf Safari mit Diabetes

Jetzt bin ich doch schon einige Wochen wieder zuhause und habe euch noch gar nicht von Kenia berichtet. Zumindest einen Teil davon möchte ich aber heute übernehmen und euch erzählen, wie ich mich auf die Safari vorbereitet habe und was wir dabei erlebt haben.




Safari mit Diabetes: Die Planung

Natürlich muss man sich zuerst entscheiden, welchen der zahlreichen Nationalparks man überhaupt besuchen möchte – denn je nach Lage ist auch die Tierwelt stark unterschiedlich. Zu unserem Reisezeitpunkt im September hätte sich die Massai Mara angeboten, da dort zu dieser Zeit die große Migration stattfindet und Millionen Tiere unterwegs sind. Allerdings war dies nur als Flugsafari buchbar und hat den finanziellen Rahmen absolut gesprengt – aber nicht so schlimm: Da es sowieso unsere erste Safari war, haben wir uns einfach für drei Tage im Tsavo- und Amboseli-Nationalpark entschieden. Diese sind mit dem Jeep gut erreichbar, nicht allzuweit voneinander entfernt (ca. 5 Stunden) und trotzdem sehr verschieden.



Warum eine geführte Safari?

Nun kann man sich fragen, warum wir denn für teuer Geld eine Safari mit Guide gebucht haben und uns nicht einfach ein Auto gemietet haben und selbst drauf los gefahren sind. Dafür gibt es wirklich zahlreiche Gründe: Erstens, die Straßenverhältnisse sind in Afrika dezent anders als bei uns. Viele der Straßen sind nicht mal im Navi / GPS erfasst oder unbefahrbare Pisten im Nirgendwo. Zweitens: Der Guide kennt sich aus. Es ist sein Beruf, er macht nichts anderes, tagein, tagaus – ich glaube, ich hätte nicht mal ein Fünftel der Tiere, auf die wir hingewiesen wurden, von allein gesehen. Außerdem ist der Fahrer immer in Kontakt mit den anderen Guides in der Region und tauscht sich über Tiersichtungen und Ereignisse auf den Straßen aus. Auch in dem Moment, als ein Löwe sich bei der Paarung gestört gefühlt hat und unser Auto attackieren wollte, war ich mehr als froh, nicht allein zu sein 😀  Es hat sich definitiv gelohnt, die Safari mit Guide zu machen und ich würde immer wieder so handeln.



Diabetes und Safari: Konkrete Vorbereitungen

Tatsächlich habe ich bei den Vorbereitungen auf die Safari noch auf ein paar mehr Dinge geachtet, als ohnehin vor Reisen nötig sind.

  • Flying Doctors Medical Service: Achtet darauf, ob euer Safarianbieter dies mit dabei hat. Ihr seid mitten im Nirgendwo, stundenlang entfernt von jeder größeren Stadt – sollte ein medizinischer Notfall auftreten, kommt Hilfe per Flugzeug.
  • Das Insulin klug aufteilen: Aufgrund des begrenzten Platzes im Safarifahrzeug dürft ihr normalerweise nur einen Rucksack als Gepäck mitnehmen. Entsprechend habe ich auch nur einen Teil meines Insulins mitgenommen und den Rest im Hotelsafe gelassen.
  • Gute Kühlung: Die Safari-Jeeps und -Vans sind nicht klimatisiert. Alle nicht! Das Dach wird für die Safaris geöffnet und dementsprechend wäre eine Klimaanlage sinnlos. Das bedeutet aber auch, dass es wieder zugeht wie auf der Urlaubsfahrt nach Italien 1995: Das Auto kocht. Ich habe hier – wie immer auf Reisen – auf meine FRIO-Kühltaschen zurück gegriffen.
  • Kleine Mengen packen: Für die sogenannten Game Drives, also die Pirschfahrten, welche normalerweise morgens und abends stattfinden, eine kleine Tasche mit den nötigsten Utensilien packen.
  • Alles gut einpacken: Man ist tagelang auf staubigen Sandpisten unterwegs und der rote Sand kriecht wirklich in jede Ecke des Gepäcks. Packt euren Diabetesbedarf in kleine Plastiktüten, damit nichts dreckig wird.

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Aktuell gibt es von FRIO die neue „Lifestyle Range“ mit vielen tropischen Designs. Mit meinem Code „FREESHIP“ bekommt ihr kostenlosen Versand. Ich verdiene nicht an den darüber getätigten Käufen.



Insgesamt war die Safari wirklich ein unvergessliches Erlebnis, an das ich mich gern zurück erinnere! Die Bilder sprechen hoffentlich für sich 🙂

Habt ihr auch schon mal eine Safari gemacht – und wenn ja, wo? Wenn nein,was wäre euer Traumziel? 🙂 Erzählt mir gern davon in den Kommentaren!



 

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3 thoughts on “Auf Safari mit Diabetes

  1. Andreas

    Liebe Ramona, was für ein Erlebnis – wow! Die Bilder sprechen tatsächlich für sich! Toll, daß Du so etwas gewagt hast. Vielen Dank für die Inspiration! Ohne Deinen Erfahrungsbericht hätte ich ‚Safari in Afrika‘ wohl doch eher auf der gedanklichen Liste ‚lieber nicht für Diabetiker – zu riskant‘ belassen. Das sind echt nützliche Tipps. Fühlt man sich nach so einer Reise nicht etwas eingeengt zurück in der Stadt? : )

  2. Heide

    Ich war 2001 auf Safari….schon ewig her. In Botswana. 3 Wochen teils Zelten, teils auch mal in Luxuscamps. Mit dem Einbaum durch Okavangodelta…unvergesslich. Niemals würde ich sowas ohne Guide machen, da muss ich Dir absolut Recht geben. Da erlebt man Sachen, die man ohne diese Guides niemals erleben würde. Ich stand mit *meinem* Guide z.B. etwa 20 Meter vor nem ausgewachsenen Elefanten. Der tauchte einfach auf, als wir aus dem Einbaumboot ausstiegen. Das war Nervenkitzel pur. Das vergisst Du nie im Leben.
    Ach ja…und Löwen dermaßen nah…ich hätte die nie und nimmer gefunden, die lagen sowas von gut versteckt im Grad. Ohne Guide hätte ich die nie gesehen.

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