Impfungen und Diabetes

Impfungen und Diabetes

Dass Impfungen wichtig sind und gerade die Grundimmunisierungen – sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen – nicht optional sind, steht wohl bitte nicht zur Diskussion. Impfgegner können hier also direkt wieder weg klicken, denn wir widmen uns heute dem Thema Impfungen und Diabetes.


Disclaimer: Ich bin kein Mediziner und dieser Beitrag ersetzt keine Beratung beim Arzt! Sprecht bitte immer mit eurem Doktor über notwendige (Reise-)Impfungen und lasst regelmäßig prüfen, ob all eure Impfungen aktuell sind.


Impfung Impfen Diabetes Typ 1


Impfungen bei Diabetes: Das passiert im Körper

Grundsätzlich passiert natürlich im Diabetiker-Körper auch nichts anderes als im Körper eines Gesunden. Dem Patienten werden entweder abgeschwächte oder tote Krankheitserreger, manchmal auch Toxine, gespritzt und diese lösen anschließend eine Immunreaktion des Körpers aus. Vereinfacht gesagt erinnert sich der Körper bei einer erneuten Infizierung mit diesen Erregern daran, sie schon einmal bekämpft zu haben und ist in der Lage, einen erneuten Ausbruch der Infektion zu verhindern.


Reiseimpfungen: Frühzeitig planen

Je nach Reiseziel kann es sinnvoll oder sogar vorgeschrieben sein, spezielle Impfungen machen zu lassen. Auskunft über die Vorschriften findet man Beispielsweise auf der Seite Impfen.de oder in den entsprechenden Reiseführern. Ich empfehle trotzdem das Aufsuchen eines fähigen Tropenmediziners, der auch Auskunft über weitere notwendige Vorkehrungen (z.B. Malariaprophylaxe) geben kann.

Wichtig ist, euch nicht erst 2 Wochen vor Abflug um alle notwendigen Impfungen zu kümmern. Manche Impfstoffe müssen in einem bestimmten Abstand mehrmals injiziert werden, um ihre Wirkung zu entfalten! Ich empfehle, euch zwei bis drei Monate vor Reiseantritt spätestens beim Arzt einzufinden.


Krank nach der Impfung?

Oftmals kann die geimpfte Stelle gerötet sein, anschwellen und schmerzen. Das ist ganz normal und gibt sich nach ein paar Tagen von allein wieder – zusätzlich kann man kühlen und sollte den geimpften Arm nicht zu sehr belasten.

Bei rund 20% aller Geimpften kann es jedoch auch zu stärkeren Symptomen kommen. Man fühlt sich, als würde sich irgenwdie eine Erkältung anbahnen: Kopf- und Gliederschmerzen oder Übelkeit kommen auf. Auch das ist aber nicht schlimm, sondern zeigt nur, dass der Körper „arbeitet“.


Diabetes mellitus Typ 1 Diagnose Insulin Spritzen


Diabetes und Impfen – kann da was passieren?

Für mich persönlich kann ich feststellen, dass ich diese Symptome bei bisher jeder Impfung hatte – möglicherweise spielt der Diabetes mit rein, da unser Immunsystem halt vielleicht doch nicht immer so ganz auf der Höhe ist. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur Pech. Es muss ja nicht immer alles am Diabetes liegen. 😀

An den Blutzuckerwerten habe ich das persönlich indirekt bemerkt; durch meine leichten Erkältungssymptome waren auch meine Werte leicht erhöht. Jedoch waren sie nie so dramatisch hoch wie bei einer „richtigen“ Erkältung und ein Tag Ruhe, gepaart mit ordentlich Netflix und Schlaf, hilft eigentlich immer.

Regelmäßige Impfungen sind aber trotzdem gerade für uns Diabetiker enorm wichtig, da sie nun mal schützen und uns somit vor schweren Infektionskrankheiten schützen. Krankheiten verlaufen bei Diabetikern oftmals schwerwiegender und länger; die Gefahr von Blutzuckerentgleisungen (Ketoazidose) ist schnell vorhanden. Insofern: Geht zum Impfen! Nicht nur vor Reisen, sondern auch zur Grundimmunisierung und Auffrischung – ihr setzt euren Körper zwar kurzen Stress aus, erspart euch aber auch einiges. 😉



 

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