Ein Beitrag über Amsterdam

Ein Beitrag über Amsterdam

Eigentlich wollte ich den Beitrag ganz anders gestalten.

10 Dinge, die man machen kann, anstatt nach Amsterdam zu fahren.

Darunter fällt zum Beispiel zum Zahnarzt gehen, das Klo putzen oder sich eine Stunde lang ohne Ohrenschutz vor einen Presslufthammer setzen.

Ihr merkt schon, Amsterdam hat mich so gar nicht überzeugt. Alle Amsterdam-Fans sollten nun also wegklicken – allen anderen wünsche ich viel Spaß bei meinem fröhlichen Amsterdam-Bashing in 534 Worten.


Amsterdam Netherlands Niederlande Holland


Partytourismus und Coffeeshops

Fast ausnahmslos alle Touristengruppen, die uns entgegen kamen (und es waren viele), waren junge Leute mit tellergroßen Pupillen. Der Rest waren Rentnergruppen oder Chinesen, diese aber höchstwahrscheinlich nüchtern. Gut, dass der Konsum von Marihuana in den Niederlanden legal ist und Coffeeshops in Amsterdam nun mal ein Ding sind, ist wahrlich keine neue Information – aber was, wenn man mit Drogenkonsum jeglicher Art so gar nichts anfangen kann? An jeder Ecke weht einem der Grasgeruch um die Nase, Coffeeshops gibt es gefühlt noch mehr als Einwohner und Fahrräder zusammen. Und abends sind die Leute dann eben rotzevoll anstatt breit, denn an Bars und Clubs mangelt es in der Altstadt nicht. Eigentlich habe ich nichts anderes gesehen als Bars, Clubs, Coffeeshops, Bordelle und dazwischen mal ne alte Kirche. Wow. Spannend.


Nicht weit weg und tausendmal schöner: Brügge!


Amsterdam Netherlands Niederlande Holland


Überteuert und dreckig

Ich habe wahrlich schon ein paar Orte auf dieser Welt gesehen und bin mir weißgott im Klaren darüber, dass es nicht überall so sauber ist wie bei uns. Aber Amsterdam? Eine für europäische Verhältnisse so dreckige Stadt habe ich in unseren Breitengraden noch nie gesehen. Der Müll liegt offen auf den Straßen gestapelt und zwar an jeder Ecke. Hallo, und das als Touristenhochburg? Schämt sich denn niemand, die Stadt so zu präsentieren?

Auch die Preise für so circa alles und jeden sind absolut überzogen. Typisch Großstadt, klar. Städtereisen sind in den seltensten Fällen günstig. So teuer wie Amsterdam habe ich aber selbst London nicht empfunden. Und in London muss ich wenigstens nicht auf stinkende Müllberge blicken, während ich überteuerte Pancakes für 16 Euro frühstücke.


Amsterdam Netherlands Niederlande Holland


Auch besser, als sich Amsterdam anzuschauen:
Die Harry Potter Studios Tour in London


Must-Do Grachtenrundfahrt

Die Häuser Amsterdams sind ausnahmslos auf Stelzen erbaut und durch diese Häuserreihen schlängeln sich Kanäle, die sogenannten Grachten. Ach, was sind die schön! Macht auf jeden Fall eine Grachtenrundfahrt!, wurde uns gesagt.

Haben wir auch gemacht, und zwar sogar eine, wo man unterwegs mit (zumindest okay-en) Burgern gefüttert wurde. Es war schon ganz nett und man hat ein bisschen was über die Geschichte der Stadt erfahren, aber ich war – trotz bestem Kaiserwetter – jetzt auch nicht von der Schönheit dieser Grachten umgehauen.


Amsterdam Netherlands Niederlande Holland


Die Windmühlen von Kinderdijk

Damit wir diesen Beitrag nicht ganz so negativ verlassen, berichte ich noch kurz darüber, dass ich wenigstens eine schöne Sache in Holland gefunden habe. Und zwar die Windmühlen von Kinderdijk, die im gleichnamen Dorf circa 90 Minuten von Amsterdam zu finden sind. Die 19 Windmühlen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind bis heute zwar nicht mehr in Betrieb, aber bewohnt. Am Besten erkundet man das riesige Areal per Bootsrundfahrt oder mietet sich ein Fahrrad.


Amsterdam Netherlands Niederlande Holland Kinderdijk Windmühlen


Ihr seht, nach Amsterdam werde ich für meinen Teil wohl nicht mehr fahren.

Erzählt mir mal in den Kommentaren, welche Stadt euch am meisten enttäuscht hat und von welcher ihr positiv überrascht wart!


 

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2 thoughts on “Ein Beitrag über Amsterdam

  1. Tronar

    Ich war vor langer Zeit mit meiner damaligen Freundin in Amsterdam und habe deren dort wohnende Freunde besucht. Wir haben damals den Abend in einer Bar mit Live-Musik verbracht, für die eine wirklich tolle Funk-Band gesorgt hat. Anschließend war ich weder breit noch rotzevoll, aber dafür ziemlich leergetanzt. Insofern kommt es auch – wie so oft – darauf an, was man in einer Stadt konkret macht. Da hilft es natürlich immer, Einheimische zu haben, die einem die tollen Orte zeigen können.
    Die Grachten-Rundfahrt haben wir auch unternommen, allerdings kann ich mich auch kaum noch an Details erinnern, insofern hat es mich vermutlich auch nicht besonders beeindruckt.

    1. Klar, darauf kommts immer an. Ich fand eben einfach nur, dass Amsterdam mir als Stadt wenig zu bieten hat, da mich die Angebote entweder – wie gesagt – nicht interessiert haben oder für mein Studentenbudget schlicht und ergreifend unerschwinglich waren…

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